Hitze ernst nehmen!
20.08.2025
Sehr geehrte Politiker*innen!
Wieder einmal hatte eine Hitzewelle den Osten Österreichs voll im Griff!
Aus diesem Anlass konnte man am 15. August 2025 in einem Beitrag auf ORF und Radio Wien ein Interview des renommierten Umweltmediziners Hans Peter Hutter verfolgen. Er betonte, dass in diesen extremen Hitzetagen Entspannung und Ruhe für die Menschen extrem wichtig ist und sprach aber auch über den ursächlichen Zusammenhang zwischen Hitze, Luftschadstoffen und bodennahem Ozon (https://wien.orf.at/stories/3317819).
Hitze ist ein großer Stressfaktor, die Reizbarkeit steigt, die Psyche ist beeinträchtigt und der ganze Körper ist belastet… Kinder, Kranke, ältere Menschen sind besonders betroffen, aber auch Junge leiden.
Der Stressfaktor wird noch zusätzlich erhöht durch den Flugverkehr, der täglich ungebremst über unsere Köpfe hinweg donnert, vermehrt auch quer über das gesamte Wiener Stadtgebiet, in dem Hitze sowieso ein großes Thema ist (https://orf.at/av/video/newsVideo13720) und auch über Erholungsgebiete wie dem Wiener Wald oder dem Laaer Berg, wo Menschen versuchen der Hitze zu entfliehen!
Besonders bei Hitzetagen wäre es selbstverständlich, dass Verantwortliche auf die Bedürfnisse der Betroffenen Rücksicht nehmen und Fluglärm und Emissionen reduzieren. Doch leider ist das Gegenteil der Fall. Eine andauernde Überschreitung der Mediations-Vereinbarungen bezüglich Landungen auf Piste 11 über das gesamte Wiener Stadtgebiet liegt vor!
Die Hitze führt zusätzlich zu erhöhten Ozonwerten im Nordosten Österreichs wie der Luftgütebericht für Wien belegt (Quelle: https://www.wien.gv.at/ma22-lgb/tb/tb-aktuell.htm)!
In Liesing wurde die Informationsstufe mit 180 µg/m³ erreicht und in Himberg (NÖ) sogar die Alarmstufe mit 243 µg/m³ überschritten.
Bodennahes Ozon, ein Reizgas, das die Umwelt und die Gesundheit schädigt, führt an solchen Hitzetagen zusätzlich zu gesundheitlichen Belastungen, wie Atemwegsbeschwerden, Augenreizungen und Kopfschmerzen. Die Emissionen von Stickoxiden (NOx) und Wasserdampf sind die Hauptverursacher. Die Verursacher werden klar benannt – leider mit Ausnahme des Flugverkehrs.
Flugverkehr, besonders entlang von Flugrouten z.B. über Liesing und Himberg, und damit auch der Flughafen Wien mit seinem hohen Flugaufkommen tragen sehr zur Erhöhung der Ozonkonzentration besonders an solchen Hitzetagen ohne Windbewegung bei.
Besorgte und vom Fluglärm gestresste Menschen melden sich bei uns, da die Politik und die Medien sie im Stich lassen.
Es ist an der Zeit, dass auch der Flugverkehr Thema des Gesamtkonzeptes Menschen-, Klima- und Umweltschutz wird und das sie als Volksvertreter endlich Verantwortung übernehmen und dringend notwendige Maßnahmen ergreifen, um Menschen – ihren Wählern – die zusätzlichen gesundheitlichen und psychischen Belastungen zu nehmen und sie nicht länger schutzlos diesen auszusetzen.
Eine Anregung, wie dies möglich ist, wäre eine massive Erhöhung der Lärmentgelte zur Lenkung des Flugverkehrs, wie es an vielen anderen Flughäfen Europas bereits gehandhabt wird, um besonders laute Flugzeuge zu verbannen.
Es ist nicht mehr zumutbar, dass Menschen bei diesen belastenden Extrembedingungen auch noch zusätzlich den nervigen, lauten, umweltschädigenden Flugverkehr ausgesetzt sind, da diese Problematik in den nächsten Jahren auch noch zunehmen wird.
Mit freundlichen Grüßen
Mag. Dr. Bertram Samonig
Obmann NIF
NIF – Neue Initiative Flugverkehr Wien Region Süd – Lärmschutz/Umweltschutz
A-1230 Wien
M: +43 (0) 699 19230591
Email: nif-wien@gmx.at

Vereinssitz: Wien, ZVR-Zahl 1280481650
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