Aktuelles/ NIF aktuell
NIF AKTUELL
Liebe Follower, die neuesten Infos von NIF, 28.04.2026
Wie angekündigt hatten NIF und Aviation Reset einen Gesprächstermin mit Abg. z. NR. Wolfgang Moitzi zum Thema „Schutzlosigkeit der Fluglärmbetroffenen – strukturelle Reformschritte dringend notwendig“
Wolfgang Moitzi sitzt für die SPÖ im Nationalrat. Inhaltlich liegen seine derzeitigen politischen Schwerpunkte u. a. in den Bereichen Verkehr und Infrastruktur. Er ist seit Februar 2026 Obmann des Ausschusses für Verkehr und Mobilität. Der Ausschuss diskutiert z.B. Regelungen im Zusammenhang mit KFZ-Steuern, LKW-Maut und – für uns wichtig – Schutz vor Fluglärm.
Eingangs konnten wir sehr eindringlich die derzeitige nicht länger tragbare Situation und das Problem „Dialogforum“ schildern:
Das Verkehrsministerium und die Austro Control GmbH haben als Behörde abgedankt. Das „Dialogforum“ administriert seit über 20 Jahren das durch die „Mediation“ geschaffene System, wobei die in der „Mediation“ vereinbarten sehr geringen Schutzstandards regelmäßig verletzt werden (z.B. Nachtflugregel, Ausmaß der Belastung des Wiener Stadtgebiets). An eine Bekämpfung des Lärms, z.B. durch spürbare lenkungswirksame Lärmentgelte und an Schadstoffbegrenzung wird nicht einmal gedacht.
Aus diesen Gründen formulierten wir ganz klar folgende Forderungen:
1. Strukturreform des Systems der Verwaltung des Flughafen Wien sowie Wahrnehmung der behördlichen Aufgaben durch das Verkehrsministerium (keine Best-Friends-Politik!) und transparente Lenkung des Luftverkehrs durch die Austro Control gemäß § 120a Luftfahrtgesetz. Keine Lenkung des Luftverkehrs im privaten Verein „Dialogforum“ nach frei erfundenen Regeln, denn das ist ein hoheitlicher Akt, der allein den Behörden obliegt.
2. Objektive Fluglärmmessungen in größerem Umfang als bisher
3. Umsetzung der WHO-Fluglärmschwellenwerte jetzt und nicht erst ab dem Jahr 2040
4. Lärmentgelte mit Lenkungseffekt
5. Umstellung des Entgeltsystems auf Österreichs Flughäfen entsprechend Lärm- und Schadstoffemissionen
6. Eindämmung des steigenden Privatflugverkehrs durch Sondersteuern und -gebühren
Wir bleiben dran. Ein weiterer Gesprächstermin steht bereits fest.
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Liebe Mitglieder und Follower von NIF, 19.01.2026
wir melden uns zurück!
Nachdem wir länger und erfolgreich gegen so manche Viren angekämpft haben, sind wir wieder mit vollem Tatendrang zurück.
Letztes Jahr konnten wir gemeinsam einen großen Erfolg verbuchen – der Flughafenvorstand hat das Projekt dritte Piste abgesagt. Für viele fluglärmbetroffene Anrainer eine große Erleichterung.
Dennoch ist die Situation noch lange nicht befriedigend, vor allem, wenn zu Ferienzeiten der Flugverkehr wieder immens zunehmen wird.
Die Verteilung der Belastung für die Anrainer um den Flughafen Wien wird nach wie vor hinter verschlossenen Türen (Dialogforum) geregelt, es gibt keinen Schutz des Nachtschlafs und die Lärmentgelte sind lächerlich gering und wirkungslos. Der Flughafen Zürich zeigt vor, wie es gehen kann.
Themenschwerpunkte von NIF sind weiterhin die Flugverkehrsbelastung im Süden von Wien zu reduzieren. Dazu gibt es bald ein Gespräch mit dem Bezirksvorsteher von Liesing, Hr. Bischof, der auch im Dialogforum sitzt. Auch sind wir dabei unsere Homepage www.nif-wien.at laufend besser zu gestalten und Neuigkeiten zu vermitteln.
Die Themenschwerpunkte von NIF mit Aviation Reset gemeinsam für 2026 sind in erster Linie sinnvolle, das heißt wesentlich höhere Lärmentgelte (speziell für die Nacht), wie es sie z.B. am Flughafen Zürich gibt, die ALLEN Anrainern nützen, und das Transparentmachen der Tätigkeit des Dialogforums.
Weiters rückt mit der Absage der dritten Piste der Curved Approach in den Vordergrund und die Belastung durch Privatflieger steigt – was der Flughafen Wien zu vertuschen versucht.
Es gibt viel zu tun.
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Wir wollen einige Meldungen der letzten Tage richtig stellen:
1. Liesing hätte vom Bau der dritten Piste profitiert (ORF-Wien-Beitrag)!
Mit zwei direkt auf Wien gerichteten Pisten wäre Liesing bedeutend MEHR betroffen gewesen. Noch mehr Lärm und Emissionen als jetzt schon!
2. Am Wiener Flughafen gibt es ein Nachtflugverbot (Standard)!
Am Flughafen Wien gibt und gab es leider nie ein Nachtflugverbot!
Es ist nicht einmal angedacht.
Im Mediationsvertrag wurde einzig eine Deckelung von 4700 Flügen pro Jahr zwischen 23:30 und 05:30 beschlossen. Und nicht einmal diese wird eingehalten.
Für viele lärmgeplagte Anrainer des Flughafens ein Horror – mehrmals in der Nacht durch Flugzeuglärm geweckt zu werden. Die Anrainer haben null Schutzstatus!
Daher MUSS ein Nachtflugverbot eingeführt werden – so schnell wie möglich.
Beispiele: Zürich, Frankfurt, etc.
3. In München wird auch keine dritte Piste gebaut (ORF-NÖ-Beitrag)!
Die Baugenehmigung für die dritte Startbahn am Münchner Flughafen ist nach einem Urteil des Bayerischen Verwaltungsgerichtshofs weiterhin gültig – wurde ein sogenannter Ewigkeitsbescheid!.
Es gibt nur seit 2018 ein politisches Moratorium, dass die Ausbaupläne derzeit nicht weiter verfolgt werden. Das kann sich jederzeit ändern. (https://www.br.de/nachrichten/bayern/flughafen-muenchen-baugenehmigung-fuer-3-startbahn-bleibt-gueltig,UsREHsl)
4. ARGE Obmann Manfred Peter will jetzt gegen den Lärm der Flugzeuge vorgehen und sich ein Nachtflugverbot durchsetzen (ORF Mittagsjournal)!
Die ARGE ist seit 20 Jahren im Dialogforum vertreten, ein vom Flughafen Wien finanzierter Verein. Was hat die ARGE in dieser langen Zeit für die betroffenen Anrainer erreicht?
Die Lärmsituation ist nicht besser geworden sondern hat sich deutlich verschlechtert.
Wo ist ein längst überfälliges Nachtflugverbot?
Im Dialogforum herrscht das Prinzip der Einstimmigkeit und es reicht das Veto einer Partei, z.B. vom Flughafen, um für die Anrainer positive Forderungen zu verhindern!
Die Zusammenarbeit mit außenstehenden Bürgerinitiativen (Verschwörungstheoretiker ©Peter), wird strikt abgelehnt.
Wie soll hier positive Veränderung stattfinden?
